WARUM VERSCHWINDEN MIT DEN OPIOIDEN MEINE SCHMERZEN?

Opioide wirken ganz anders als bekannte Schmerzmittel wie z. B. Ibuprofen. Die Wirkung der Opioide hängt mit der Weiterleitung des Schmerzes zusammen:1 Schneiden Sie sich in den Finger, tut das weh. Damit es aber überhaupt zum Schmerzempfinden kommt, muss diese Schmerzinformation vom Finger über die Nerven an das Hirn weitergeleitet werden.9 Zwischen den Nerven gibt es jedoch Lücken. Hier muss der elektrische Nervenreiz in chemische Informationsstoffe (Botenstoffe) umgewandelt werden. So kann der umgewandelte Reiz von einem Nervenende zum andern gelangen. Dort wird er von speziellen Nervenschnittstellen aufgenommen und weitergegeben.9 Opioide unterbrechen diese Leitung, indem sie die Schnittstellen besetzen. Sie können die Medikamente als Tabletten, Pflaster oder mithilfe einer Spritze erhalten – der Wirkmechanismus ist immer gleich.1

KEINE LEITUNG – KEINE INFO – KEINE SCHMERZEN!

WARUM LEIDE ICH AN EINER VERSTOPFUNG?

Obstipation (Verstopfung) ist eine typische Nebenwirkung der Opioide.1, 7 Dies ist zunächst unverständlich. Was hat das Gehirn mit dem Darm zu tun? Die Ursache dafür ist leicht zu erklären, wenn Sie wissen, dass es auch im Darm ähnliche Schnittstellen wie im Gehirn gibt. Wie diese nehmen sie die chemischen Informationsstoffe auf. Jetzt passiert im Prinzip das Gleiche wie im Gehirn. Die Informationsleitung wird unterbrochen.1 Nur beinhaltet diese Vor-Ort-Information für den Darm die wichtige Info, wie er zu arbeiten hat.

KEINE LEITUNG – KEINE INFO – KEINE VERNÜNFTIGE DARMTÄTIGKEIT – VERSTOPFUNG!

WAS IST bei Wirkstoffen aus der Gruppe der PAMORAs anders?

Wenn die Entwicklung solcher Wirkstoffe auch aufwendig ist, so ist wie bei allen genialen Dingen das Ergebnis ganz einfach. Naloxegol und Methylnaltrexon sind Wirkstoffe aus der Gruppe der PAMORAs, die ganz speziell für die Behandlung einer Opioid-Verstopfung entwickelt wurden.8 Diese Wirkstoffe setzen sich an die Schnittstellen, an denen sonst das Opioid andockt – ohne dabei die Schmerzlinderung zu unterbrechen.8

… und Ihr Darm erhält sein „Go-Signal“. 

HABE ICH, WENN ICH ein PAMORA EINNEHME, WIEDER SCHMERZEN?

Nein, haben Sie nicht. Unser Gehirn ist für unseren Körper die Schaltzentrale schlechthin. Deshalb genießt es einen besonderen Schutzmechanismus, die so genannte Blut-Hirn-Schranke. Hier wird dafür gesorgt, dass nur ausgesuchte Substanzen in das Hirn gelangen. Nun sind PAMORA wie Naloxegol und Methylnaltrexon so konzipiert, dass sie diese Schranke so gut wie gar nicht überwinden können. Das heißt, dass in Ihrem Gehirn das Opioid sozusagen allein ist und seine schmerzlindernde Aufgabe ungestört erfüllen kann. 8, 9, 10

KEINE STÖRUNG – KEINE SCHMERZEN

WARUM VERSCHREIBT MEIN ARZT MIR DAS NICHT?

Der Arzt konzentriert sich zunächst ganz auf Ihre Grunderkrankung und das ist auch gut so. Vielleicht machen Sie Ihren Arzt auf die großen Beschwerden mit Ihrer Verdauung deutlich aufmerksam. Schämen Sie sich nicht. Sie haben keine Schuld an Ihrer Verstopfung und es ist sehr wichtig, dass Ihr Arzt davon weiß! Dazu gehört natürlich auch, dass Sie ihm sagen, wenn das Abführmittel nicht funktioniert, und was Sie bereits alles versucht haben. In unserem kleinen „Spickzettel“ finden Sie dazu genaue Angaben für Ihren nächsten Arztbesuch.

SPRECHEN SIE AUCH ÜBER NEBENWIRKUNGEN

Um unsere Internetseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Internetseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einverstanden!