Kurzer Überblick Darmbeschwerden oder Verstopfung durch Schmerzmittel: Opioid-Induzierte Obstipation (OIC)

  • Rund vier Millionen Patienten werden in Deutschland mit Schmerzmitteln mit morphinartigen Wirkstoffen – so genannten Opioiden – behandelt.3
  • Opioide sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie starker und anhaltender Schmerzen.3
  • Die häufigste und gravierendste Nebenwirkung dieser Schmerztherapie ist die Verstopfung (Obstipation): Jeder zweite Patient leidet unter einer Opioid-induzierten Obstipation, kurz OIC.1

URSACHE EINER OIC

  • Opioid-haltige Schmerzmittel blockieren die Weiterleitung von Schmerzsignalen im zentralen Nervensystem.1
  • Opioide wirken auch an anderen Stellen, z. B. im Magen-Darm-Trakt. Sie blockieren die Signalübermittlung an den Rezeptoren, welche für die Darmmuskulatur zuständig sind. Es kommt zu einer verlangsamten Darmbewegung: Eine Verstopfung entsteht.1

SYMPTOME EINER OIC

  • Seltener und harter Stuhlgang, Notwendigkeit zum starken Pressen und inkomplette Stuhlentleerung. Häufig wird sie auch von Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen und Blähungen begleitet.1
  • Eine OIC kann schon unter niedrigen Opioid-Dosierungen eintreten.4
  • In den meisten Fällen tritt sie bereits zu Therapiebeginn auf und bleibt für die gesamte Dauer der Therapie bestehen.4

WEITREICHENDE FOLGEN FÜR DIE LEBENSQUALITÄT

  • Für die Betroffenen bedeutet eine OIC einen sehr großen Leidensdruck und eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität.4 Sie verursacht körperliche Leiden, psychischen Stress und kann Betroffene in die soziale Isolation treiben.

THERAPIEMÖGLICHKEITEN EINER OIC

  • Nach den aktuellen Leitlinien und Empfehlungen wird die OIC mit der gleichen Therapie wie eine herkömmliche Obstipation behandelt, also traditionell mit Abführmitteln (Laxanzien).5 Laxanzien sorgen dafür, dass der Stuhl weicher wird und so leichter im Darm zu transportieren ist. Zudem wird die Darmbewegung angeregt.9
  • Patienten, die nur unzureichend auf die Abführmittel ansprechen, können Wirkstoffe aus der Gruppe der PAMORAs verschrieben werden. Dieser Wirkstoff unterbindet die Opioid-Wirkung auf die Darmmuskulatur und bekämpft die OIC somit direkt in ihrer Ursache. Die eigentliche Schmerzlinderung durch die Opioide wird nicht beeinflusst, da der Wirkstoff dieser Medikamente nur in unbedeutenden Mengen in das Gehirn gelangt und daher dort die Schmerzlinderung nicht beeinträchtigt.8
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