Unsere Gesprächspartner

  • Prof. Dr. med. Martin Storr, Facharzt für Gastroenterologie, Innere Medizin, Proktologie, Zentrum für Endoskopie, Starnberg
  • Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Wirz, Facharzt für Anästhesie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Interdisziplinäre Intensivmedizin, Schmerzmedizin/Palliativmedizin – Zentrum für Schmerzmedizin, Lehrbefugter an der Universitätsklinik Bonn, CURA – katholisches Krankenhaus im Siebengebirge, Bad Honnef

WAS TUN BEI VERSTOPFUNG?

Ob Krebs, Rheuma, Osteoporose oder Rückenschmerzen – für Menschen, die aufgrund einer Erkrankung mit chronischen Schmerzen leben müssen, sind Opioid-haltige Arzneien ein Segen. Doch als Nebenwirkung können die Schmerzmittel schwere Verstopfungen verursachen.2, 3

Woran das liegt, erklärt Prof. Dr. med. Martin Storr:

„Die morphinartigen Wirkstoffe besetzen Kontaktstellen im Gehirn, die für die Übermittlung von Schmerzsignalen zuständig sind“, sagt Prof. Storr. „Signale werden folglich nicht mehr weitergeleitet und der Schmerz ist ausgeschaltet. Allerdings: Die Wirkstoffe beeinflussen auch Nervenzellen, die für die Bewegung der Darmmuskulatur zuständig sind. Dadurch wird die Nahrung nur sehr langsam durch den Darm befördert, wodurch ihr zu viel Flüssigkeit entzogen wird. Es kann zu schweren Verstopfungen kommen.“4 Davon ist die Mehrheit der Patienten, die Opioide einnehmen, betroffen.5

Die Beschwerden der Opioid-induzierten Verstopfung sind unabhängig von der Opioid-Substanz und der Applikationsform.1

GEZIELT GEGENSTEUERN

Daher verordnet der Arzt bei einer Schmerztherapie mit Opioiden gleichzeitig Abführmittel. Doch nicht bei allen Patienten wirken sie. Einige leiden weiterhin unter Verstopfungen, die mit Bauchkrämpfen, Blähungen und Übelkeit einhergehen.

„Dieses Medikament wird als Filmtablette eingenommen, die bei Bedarf in einem Mörser zerkleinert werden kann. Der günstigste Zeitpunkt für die Einnahme ist morgens, möglichst eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Alternativ kann sie auch 2 Stunden nach dem Essen erfolgen. Bei abendlicher Einnahme kann hingegen die Nachtruhe durch die gewünschte Verstärkung der Darmtätigkeit gestört werden“, informiert Dr. Wirz. „Und wichtig ist: Liegt bei Ihnen eine Nieren- oder Lebererkrankung vor, sollten Sie Ihren Hausarzt informieren, damit die Dosierung, falls erforderlich, angepasst werden kann“, gibt er zusätzlich als wichtigen Hinweis.6

WIE FÖRDERN SCHMERZPATIENTEN SELBST DIE VERDAUUNG?

Der Patient sollte mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken, genügend Ballaststoffe essen und sich ausreichend bewegen.5

Um unsere Internetseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Internetseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einverstanden!