Darmbeschwerden durch Schmerzmittel – Wenn die Schmerztherapie den Darm lahmlegt

OPIOID-VERSTOPFUNG – DIE KEHRSEITE DER SCHMERZFREIHEIT

Opioid-haltige Schmerzmittel blockieren die Weiterleitung von Schmerzsignalen im zentralen Nervensystem und sorgen so zuverlässig für eine Schmerzlinderung. Jedoch wirken sie auch an anderen Stellen, z. B. im Magen-Darm-Trakt, und es kommt zu einer verlangsamten Darmbewegung: Eine Verstopfung entsteht.1 Diese wird häufig von Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfen, Blähungen und Schmerzen beim Stuhlgang begleitet.1, 7 Eine OIC kann bereits unter niedrigen Opioid-Dosierungen und von Therapiebeginn an eintreten. Oft sind die Beschwerden so gravierend, dass die Patienten von sich aus auf die Schmerzmittel verzichten oder die Dosierung ohne Rücksprache mit dem Arzt verringern und somit die starken Schmerzen in Kauf nehmen.8

WAS HILFT BEI OIC?

Eine OIC kann gut behandelt werden. Direkt zu Beginn der Opioid-Therapie sollte der behandelnde Arzt dem Patienten Abführmittel, so genannte Laxanzien, verordnen.8 Diese sorgen dafür, dass der Stuhl weicher wird und leichter im Darm zu transportieren ist. Allerdings bewirken Laxanzien bei der Mehrheit der OIC-Patienten keine oder nur eine geringe Besserung der Beschwerden.5 Patienten, die nur unzureichend auf die Abführmittel ansprechen, kann ein Wirkstoff aus der Gruppe der PAMORAs, z. B. Naloxegol und Methylnaltrexon, verschrieben werden. Der Wirkstoff unterbindet die Opioid-Wirkung auf die Darmmuskulatur und bekämpft die OIC somit direkt in ihrer Ursache. Die eigentliche Schmerzlinderung durch Opioide wird dabei nicht beeinflusst, da Medikamente mit diesem Wirkstoff ausschließlich im Darmbereich wirken.8

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